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                                          Fritz Winter     1905 -                 

                         

 

 

                  

 

Biographie: (1905 Altenbögge - 1976 Herrsching am Ammersee) 

Fritz Winter ist zunächst als Elektromonteur und Bergmann tätig, bevor er durch die Werke van Goghs sein Interesse für Malerei entdeckt. Von 1927 bis 1930 studiert er bei Klee, Kandinsky und Schlemmer am Dessauer Bauhaus. Die Nationalsozialisten erklären seine Kunst als entartet und erteilen Winter, der seit 1933 am Ammersee lebt, Malverbot. Bereits 1939 als Soldat an die Ostfront eingezogen, gerät Winter kurz vor Kriegsende in russische Gefangenschaft, aus der er erst 1949 wieder entlassen wird. 1944 entsteht im Rahmen eines Genesungsurlaubs die 40-teilige Arbeit 'Triebkräfte der Erde'. Unmittelbar nach seiner Heimkehr ist Winter Gründungsmitglied der Gruppe 'Zen 49' und findet schnell den Anschluss an die europäische Avantgarde. Im Rückgriff auf seine vom Bauhaus beeinflussten Arbeiten der 30er Jahre entwickelt der Künstler eine eigene Formensprache, die ihm neben dem Informel eine Sonderstellung zuweist. Ab 1955 übernimmt Winter eine Lehrtätigkeit an der Landeskunstschule Hamburg, zwei Jahre später erhält er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Kassel. Im selben Jahr und nochmals 1959 ist er auf der documenta I und II vertreten. Eine Hinwendung zu hellgrundigen Bildern lässt sich nun feststellen. Ab 1961 widmet sich Winter seinen Farbraum-Modulationen. Zum 60. Geburtstag 1965 ehrt man den Künstler mit einer großen Retrospektive in verschiedenen Städten Deutschlands. 1970 erfolgt die Emeritierung in Kassel; Winter lebt seitdem wieder in Diessen. 1975 wird in Ahlen ein Fritz-Winter-Haus eröffnet. Schon zu Lebzeiten zählt der Maler zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit.

 

 

              



 

 

 

 

 

 

 

 

 

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