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Pablo
Picasso 1881 - 1973 |
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Biographie: Die Neigung zur Kunst wird Pablo Picasso schon von
seinem Vater, der Kunstprofessor an der Akademie in Barcelona ist, in die
Wiege gelegt. Picassos Gemälde aus den frühen Pariser Jahren zeigen
Einflüsse von Toulouse-Lautrec, Daumier und Gauguin. Die
Auseinandersetzung mit Jugendstil und Symbolismus führen Picasso zum Stil
seiner 'Blauen Periode', in der der elende, magere, leicht anämische
Mensch zum Bildthema wird. Es dominiert der Pessimismus der Fin-de-Siècle-Stimmung.
Anders zeigt sich die folgende 'Rosa Periode', die im Umfeld eines
innovativen Künstlerkreises in Paris zu neuen Ausdrucksformen führt.
Arbeiten in zarten Pastelltönen entstehen, die oftmals Szenen aus der
Zirkuswelt zeigen. Die 'Demoiselles d'Avignon' aus dem Jahr 1907 markieren
den Auftakt zu seiner kubistischen Periode, mit der er den klassischen
Formenkanon sprengt. Die von 1909 bis 1912 entstandenen Werke zählt man
zum analytischen Kubismus: die Bildoberfläche wird in rhytmisch geordnete
Flächenteile zergliedert. Ab 1912 bindet Picasso außerdem konkrete
Objekte ein und es entstehen erste Collagen. Nach einer realistischen
Phase um 1915 und der Beschäftigung mit dem Ballett Diaghilews 1917
gelangt Picasso zu einem neoklassizistischen Stil. Fünf Jahre später stößt
er durch seine Auseinandersetzung mit dem Surrealismus abermals in neue
Ausdrucksbereiche vor. Den nächsten Wendepunkt markiert das 1937
entstandene Werk 'Guernica'. Es entsteht als Auftragswerk für den
spanischen Pavillon der Pariser Weltausstellung und kritisiert damit vor
den Augen der Weltöffentlichkeit die Luftangriffe der Franco-freundlichen
deutschen Legion Condor während des spanischen Bürgerkriegs auf das
baskische Dorf Guernica. Nach dem Zweiten Weltkrieg zieht sich Picasso
nach Südfrankreich zurück und beginnt um die Mitte der vierziger Jahre
mit der Gestaltung und Bemalung von Keramiken; dazu entsteht ein Großteil
seiner grafischen Arbeiten: Zeichnungen, Lithografien, Radierungen und
Linolschnitte. Er erarbeitet zahlreiche Zyklen, in denen er Motive seiner
eigenen früheren Bilderwelt mit historischen Vorbildern von Delacroix,
Velázques und Manet kombiniert. Picasso gilt als Inbegriff des modernen Künstlers,
der stets auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen ist. Sein gewaltiges Œuvre
ist widerspruchsvoll, sprengt alle akademischen Fesseln und bricht der
Freiheit der Kunst in unserem Jahrhundert bahn.
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