| |
Biographie:
Walter Menne (1908
Marburg - 2005 Berlin) dt. Maler und Mediziner ist für mich eine
Entdeckung auf dem Kunstmarkt. Man spricht heute leicht von ZEN und
Ostasien, wenn wenn es sich um Meditation in Schwarz-Weiß handelt, aber
Ostasien und der Westen sind immer noch zwei Welten. Walter Menne braucht
nicht auf das Stichwort "Kalligrafie" zu warten, er hat schon
immer Formen geschaffen, die ihre Existenz der Meditation und einem
sensitiven Instrumentarium verdanken. Bei Mennes Arbeitsweise kommt es
darauf an, daß das Instrument ein schnelles Arbeiten ohne Unterbrechung
erlaubt und die Tusche in möglichst vielen Stärkegraden und Formen
aufgetragen wird. Es sind keine Zeichen, eher Rhythmen und Melodien. Er
hat sein ganzes Leben lang auf medizinischen wie auf künstlerischem
Gebiet gleichermaßen gearbeitet. Die Infiltration von Naturwissenschaft
und Kunst kann bei Menne ebensowenig geleugnet werden wie die von Musik
und Malerei bei Paul Klee, oder von mathematischem Denken und Intuition
bei Max Bill.
| |  |