Home
                                           Kiefer Anselm       1945 geboren                 

                         

 

 

                  

 

Biographie:

 Kiefer gilt nach wie vor als einer der wichtigsten Vertreter der Neuen deutschen Malerei, die in den 70er Jahren den radikalen Bruch mit allen Traditionen propagierte und auch praktizierte. Seine monumentalen Gemälde zur deutschen Vergangenheit - mit Titeln wie Hermannsschlacht, Deutschlands Geisteshelden, Varus, Parsifal - gerieten in der ihnen unterstellten postmodernen Vermischung von Geschichte, Ideologie und Mythos schnell ins Keruzfeuer der Kritik und polarisierten das Publikum. Seit einigen Jahren beschäftigt sich Kiefer mehr und mehr auch mit Skulpturen und Raumobjekten, bie denen eine seiner frühen Obsessionen, das Buch als Lagerhalle des Wissens, immer wieder eine tragende Rolle spielt. Nicht nur großformatige Installationen wie seine Bleibibliothek belegen diese Leidenschaft, sondern auch die seit 1969 von ihm gestalteten und herausgegebenen Künstlerbücher: Bildbände ohne Worte, in denen er beispielsweise Zeichnungen oder überarbeitete Photographien unter einem biblischen, historischen oder literarischen Motto speichert, um sie metaphorisch zum Sprechen zu bringen.

Internationale Aufmerksamkeit und nationalen Schock löste Anselm Kiefer 1980 auf der Biennale von Venedig aus. Heute gehört das Werk des 1945 geborenen Künstlers unbestritten zu den eindrucksvollsten Hervorbringungen der jüngeren Kunst. In dieser ersten großen und reich bebilderten Monographie legt der französische Kunsthistoriker Daniel Arasse die Entwicklung von Kiefers Kunst dar, wie sie labyrinthisch, vielgestaltig und dennoch kohärent den Erinnerungsspuren in der Geschichte der Menschheit nachspürt. Kiefer nutzt die unterschiedlichsten Bildmedien: Photographien, Gouachen, Aquarelle, Gemälde, Bücher Skulpturen und Installationen. Ebenso vielfältig sind die Quellen, auf die er zurückgreift: antike Mythen, nordische Kulturen, die jüdische Mystik, der Kosmos, alchimistische Kräfte und vieles andere. Die Erinnerung ist Kiefers zentrales Thema, weniger die Erinnerungsarbeit als Betrachtungen über die erinnernden Leistungen und Mythen der Menschen


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Top